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AV 2020: Welche Folgen hat eine Annahme der Vorlage für Pensionskassen?

20.06.2017 09:13

Über den Abstimmungsbedarf nach der Abstimmung über die AV 2020 vom 24. September.

Am kommenden 24. September geht’s um die Wurst. Die Schweizer entscheiden an der Urne über die Zukunft ihrer Altersvorsorge. Viel steht auf dem Spiel. Kommt es nach langjährigen heftigen Debatten unter dem Kürzel AV 2020 zu einem historischen Kompromiss? Oder lassen sich die Stimmbürger durch die Einwände der Gegner überzeugen und schicken die Reform bachab?

Mit Interesse und Bangen verfolgen Pensionskassenverantwortliche das Messerwetzen. Die einen sehen die AV 2020 als eine Möglichkeit, den Rentenumwandlungssatz im Obligatorium endlich auf einen realistischeren Wert zu senken, andere stören sich an der Erhöhung der AHV-Renten für alle Neurentner. Aber was ist bei Annahme der Vorlage zu tun? Welche Massnahmen müssen Pensionskassen umsetzen, welche Deadlines sind zu beachten?

Die gute Nachricht: Die Reform hat (abgesehen vom ersten Schritt der Erhöhung des Rentenalters für Frauen) kaum unmittelbare kurzfristige Folgen für Vorsorgeeinrichtungen. Die Umsetzung sieht in einem ersten Schritt per 1. Januar 2018 primär Massnahmen vor, welche die AHV betreffen. Die meisten für die 2. Säule relevanten Beschlüsse mit Anpassungsbedarf in den Reglementen müssen erst ein Jahr später umgesetzt werden. Im Moment sind zahlreiche Details der nötigen Änderungen noch nicht bekannt, da diese teilweise auf Verordnungsebene geregelt werden. Während die politischen Kontrahenten ihre Säbel für den Abstimmungskampf wetzen, laufen im Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) die Arbeiten an der Verordnung auf Hochtouren. Ein Entwurf wurde vom Bundesrat an seiner Sitzung vom 16. Juni 2017 in die Vernehmlassung geschickt. Hier geht's zur Verordnung inklusive erläuterndem Bericht.

Pensionskassen müssen bei Annahme der Vorlage ihre Reglemente bis 1. Januar 2019 in den folgenden Bereichen überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen:

  • Umwandlungssatz-Senkung
  • Augleichsmassnahmen im Sparprozess
  • Flexibilisierung des Altersrücktrittes

Pensionskassen mit überobligatorischen Leistungen sind davon weniger betroffen, da viele Anpassungen nur das BVG-Obligatorium betreffen.

Im Gegensatz zu einigen unserer Mitbewerber informieren wir erst nach allenfalls erfolgreicher Abstimmung am 24. September detailliert über die Änderungen. Die folgende Grafik des BSV fasst die wichtigsten Schritte der Rentenreform chronologisch zusammen, unter Vorbehalt einer Annahme der Vorlage.

Unter diesem Link beschreibt das BSV alle wichtigen Massnahmen, welche die geplante Reform beinhaltet.

Bei Annahme der Vorlage unterstützen wir unsere Pensionskassenkunden natürlich gerne bei der Umsetzung der nötigen Anpassungen.