PREVAS - ET LA CAISSE DE PENSION FAIT PLAISIR.

Hardturmstrasse 126, 8005 Zürich
044 385 90 60

Route de Bettens 2, 1377 Oulens-sous-Echallens
024 550 01 81

info@prevas.ch

PREVAS Inside - die BVG-Homestory: Heute mit Luca Cusano

10.10.2016 09:39

Gibt es etwas Langweiligeres als Buchhaltung, und dann noch Buchhaltung von Pensionskassen? - Diese Frage muss Luca Cusano regelmässig beantworten, wenn er im Ausgang neue Leute kennenlernt. Und das geschieht oft, denn Luca ist kein Kind von Traurigkeit. So ist er denn im Nebenjob als Botschafter für die Anliegen der Pensionskassen unterwegs und erklärt seinen Bekanntschaften bei einem Bier oder einem Gin Tonic gerne auch mal den Unterschied zwischen Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren. Unser In-House Reporter Urs Rattin will von ihm wissen, warum er das Finanz- und Rechnungswesen zu seinem beruflichen Lebensinhalt gemacht hat und erfährt dabei, wo man am besten mehrsprachig fluchen lernt.


 

Luca, was bringt einen mehrsprachigen Mann mit italienischen Wurzeln dazu, für Schweizer Pensionskassen den Zahlungsverkehr und die Buchhaltung durchzuführen?

Es war in der Tat eine so nicht vorhergesehene berufliche Entwicklung, sozusagen von den Sprachen hin zu den Zahlen. Nach meiner Matura hat es mich zu einem Studium der Sprachwissenschaften, der Betriebswirtschaftslehre und der Medienwissenschaften hingezogen. Im Nebenjob war ich in einem Call Center tätig. Während dieser Zeit kam aber immer stärker die Frage auf, wie ich das angeeignete Wissen später konkret umsetzen könnte. Ich begann an meinem Lebensplan zu zweifeln und entschied mich dann für einen radikalen Schritt: Fertig Studium und Start einer KV-Lehre. Mit Matura war hier eine verkürzte Version möglich. Ich wollte immer eine Arbeit im Büro, also war das für mich durchaus passend. Bei meiner Lehre in der PAX Lebensversicherungs-Gesellschaft konnte ich alle sechs Monate in einen anderen Bereich rotieren, was mir einen guten Einblick in Einzel- und Kollektivleben sowie die Finanzbuchhaltung ermöglichte. Ich fand so ziemlich alles interessant! Als mir aber dann eine vakante Stelle in der Buchhaltung angeboten wurde, war die Weiche für meine berufliche Zukunft gestellt. In meine Zeit bei der PAX fiel auch eine vertiefte Ausbildung im Finanz- und Rechnungswesen.

 

Wie lernt man in unserer Branche am besten fluchen?

Mit dreissig Jahren, nach fünf Jahren in der Stiftungsbuchhaltung bei der PAX, habe ich nach einer Reorganisation zur Baloise gewechselt, die auf der anderen Seite des Aeschenplatzes in Basel liegt. Hier arbeitete ich im Inkasso-Team, welches für die französisch- und italienischsprechenden Kunden zuständig war. Eine harte Arbeit! Ich wurde am Telefon in allen Landessprachen von den Kunden zusammengestaucht, nachdem wir sie zur Zahlung aufgefordert hatten. In dieser Zeit hat sich mein Repertoire an französischen und italienischen Flüchen deutlich erweitert. Natürlich kam mir meine Erfahrung als Call Center Agent während des Studiums zugute. Seither kann man mich am Telefon nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen!

 

Erzähl mal von Deiner Liebe zum Aeschenplatz und der grossen weiten Welt

Ich wohne seit meinem Studium am Aeschenplatz und arbeitete wie gesagt auch an diesem Ort bei PAX und Baloise. Alles sehr praktisch, ein Arbeitsweg wie ein Steinwurf. Allerdings fällt es auch schwer, nach der Arbeit abzuschalten. Trotz meiner grossen Liebe zu Basel hatte ich irgendwann genug und wollte weg von meinem Heimathafen. Die weite Welt rufte. Ich habe es dann immerhin bis nach Zürich geschafft, der Lieblingsdestination aller Basler…

 

Wie bist Du bei der PREVAS gelandet?

Über einen Umweg bei einem weiteren Versicherer, wieder Inkasso, dieses Mal aber auf Deutsch und in Zürich. Eine Stelle, die mir nicht gefallen hatte, weshalb ich mich bald entschied, zwar in Zürich zu bleiben, aber eine Kurskorrektur vorzunehmen: weg von Inkasso und Grossbetrieb, hin zu Pensionskassen-Buchhaltung und KMU. Mit diesen Vorgaben hat ein Personalvermittler mich dann mit PREVAS in Kontakt gebracht. Seit dem 1. Januar 2013 arbeite ich nun hier als Fachspezialist Rechnungswesen. Hier sind wir zu Dritt für Zahlungsverkehr und Buchhaltung der uns anvertrauten Pensionskassen zuständig. Bei mir kommt als Zusatzaufgabe noch die finanztechnische Betreuung der PREVAS Sammelstiftung hinzu.

Bei den Versicherern haben mir die vielseitigen Kontakte zu den unterschiedlichsten Menschen in den vielen Abteilungen gefallen (man kann sich ja kaum vorstellen, wer alles in einer Versicherungsgesellschaft arbeitet!). Hier hingegen gefällt mir die familiäre Atmosphäre, die kurzen Wege und v.a. die Wertschätzung, die mir von meinen Kunden, dem Geschäftsführer und meinen Teamkollegen entgegengebracht wird. Ich habe viel öfter mit einzelnen Kunden Kontakt, da ich für die finanztechnische Rundumbetreuung zuständig bin. So ist die Arbeit vielseitiger und befriedigender. Bei den Versicherungsgesellschaften wird alles zunehmend rationalisiert und aufgestückelt in Teil-Aufgaben.

 

Hast Du auch direkten Kontakt zu den Versicherten?

Im Gegensatz zu meinen Kollegen in der Bestandesverwaltung habe ich selten direkten Kontakt zu den einzelnen Versicherten, dafür umso mehr mit den Pensionskassen-Verantwortlichen bei meinen Kunden. Beim Zahlungsverkehr und der Buchhaltung geht es unter anderem um Rentenzahlungen, Freizügigkeitsleistungen, Honorare, Wertschriftenerträge und Beiträge. Im Finanz- und Rechnungswesen ist man vor allem von Januar bis Juni stark ausgelastet. Von Juli bis November ist dann mehr Zeit vorhanden für Aufräum- und Vorbereitungsarbeiten. Also Aufgaben, die in der Hektik des Jahresabschlusses untergehen.

 

Wie langweilig ist die Arbeit als Buchhalter?

Ich kenne natürlich das Klischee vom Buchhalter als grauer Maus im Nadelstreifenanzug, die den ganzen Tag Zahlen abschreibt und überprüft. Ich finde aber das ganze PK-Geschäft hoch interessant. Im KMU PREVAS werde ich wie erwähnt mit fast allen Belangen konfrontiert. Das Thema Pensionskassen und Altersvorsorge wird auch immer öfter in den Medien besprochen (Stichwort Umwandlungssätze, Niedrigzinsen, AHVplus), so dass mittlerweile auch Nichtfachleuten klar wird, wie vielseitig, anspruchsvoll und gesellschaftlich relevant die Materie ist. Durch Diskussionen mit meinen Bekannten und Posts in den sozialen Medien leiste ich einen kleinen Beitrag zum besseren Verständnis meines Fachgebiets. Trotzdem ist es manchmal schon schwierig, wenn man im Ausgang nach dem Beruf gefragt wird….Da haben es andere wohl leichter. Die meisten sind dann ziemlich überrascht, wenn sie von meiner Tätigkeit erfahren, weil sie mich eher als Grafiker oder Marketingmann eingeschätzt hätten. Dann entstehen spannende Diskussionen über Gott, die Berufswelt und die Finanzierung des Rentenalters.

 

Zum Schluss noch eine Frage an Luca, den Basler: Was ist das Schönste an Zürich?

Du kennst doch den Spruch: Das Schönste an Zürich ist der Zug zurück nach Basel. Heimwehbasler lieben ihn. Ich natürlich auch. In meinem Herzen bin ich stark mit meiner Heimat verbunden, weshalb es mir auch nicht allzu viel ausmacht, zwischen den beiden Städten hin und her zu pendeln. Beides ist mir sehr wichtig: Die Arbeit bei PREVAS und meine private Welt in Basel. OK, gegen ein Feierabendbier am Zürisee ist natürlich auch nichts einzuwenden. Für den Salsa-Kurs habe ich mich aber in Basel eingeschrieben…

Und im Dezember geht’s für drei Wochen ab nach Guadeloupe, wo ich mal einen längeren Urlaub machen werde. Ruhe vor dem Sturm, der für uns Buchhalter im Januar wieder aufzieht.

 

Vielen Dank, Luca, für das Interview!

 

Gefällt Ihnen dieses Interview? – Dann lesen Sie auch unser Gespräch mit Frédéric Schmidt, Mitarbeiter in unserer Versicherten-Administration und René Steffen, PK-Experte.