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PREVAS Inside - die BVG-Homestory: Heute mit René Steffen

21.06.2016 15:00

Manche sagen, sie seien die Diven unserer Branche. Wer es in den erlauchten Kreis der PK-Experten geschafft hat, muss sich keine Sorgen über die berufliche Zukunft machen. Nach einer harten Ausbildung mit einer selektiven Abschlussprüfung verfügen sie schon zu Beginn ihrer Karriere über einen beachtlichen Leistungsausweis. Umgangssprachlich nennen wir sie PK-Experten, denn der offizielle Titel eidg. diplomierter Pensionsversicherungsexperte tönt sperrig und kompliziert. Fast so kompliziert wie ihre Aufgaben: PK-Experten kommen ins Spiel, wenn es in unserem Geschäft knifflig wird.

Welchen Background hat ein Experte und wie sieht sein Alltag aus? Unser In-House Reporter Urs Rattin hat dazu ein Gespräch mit René Steffen geführt, der bei der PREVAS AG neben Benjamin Buser in dieser Funktion tätig ist.

 

René, was sind die Hauptaufgaben eines PK-Experten bei der PREVAS?

Meine Tätigkeit ist sehr vielseitig und natürlich auch von der Jahreszeit abhängig. Ich bin im Tagesgeschäft in direktem Kontakt mit den Ansprechpartnern bei den von mir betreuten Pensionskassen. Sie kontaktieren mich bei strategischen Fragen, wie der Veränderung des Umwandlungssatzes, der Verzinsung oder wenn es um Rückstellungen geht.

Ich tausche mich regelmässig mit unseren Verwaltungsangestellten aus, wobei wir uns gegenseitig Informationen und Tipps geben können. Natürlich sind sie viel beschlagener, wenn es um die konkrete Abwicklung von Administrationsvorfällen geht. Ich kann sie umgekehrt bei grundsätzlicheren Fragen beraten.

 

Also alles Daily Business?

Neben dem Tagesgeschäft stehen periodische Aufgaben an, insbesondere Reglementsbestätigungen und versicherungstechnische Gutachten für Pensionskassen. Hauptsaison dafür ist März bis Juli. Für jede PK mindestens alle 3 Jahre, bei Unterdeckungen jährlich. Dabei handelt es sich um die „MFK“ einer Pensionskasse. Ich prüfe, ob die PK ihre Verpflichtungen weiterhin erfüllen kann. Also kurz gesagt: Ist am Tag x genug Geld vorhanden, um die eingegangenen Pensionsversprechen zu decken?

Natürlich bin ich auch regelmässig ausser Haus bei meinen Kunden. Durchschnittlich 2 Mal pro Woche. Im Januar, Juli und August eher selten.

 

Hast Du weitere Aufgaben im KMU, ausserhalb des Kerngeschäfts?

Zusammen mit Benjamin Buser kümmere ich mich um unsere Verwaltungssysteme. Übrigens alles eigene Plattformen, welche die PREVAS spezifisch auf die Bedürfnisse ihrer Kunden hin entwickelt hat und laufend perfektioniert oder an neue Gesetze anpasst.

 

Die Ausbildung zum Experten gilt als sehr schwierig.

Sie ist tatsächlich nicht ganz ohne. Entsprechend oft wird die Prüfung nicht bestanden und die Ausbildung abgebrochen. Mit meinem Hintergrund als Oberstufenlehrer war ich schon fast ein Exot. Die meisten Experten haben eine Erstausbildung als Mathematiker oder Physiker hinter sich. Die Experten-Ausbildung hat zwei Schwerpunkte: einen mathematischen und einen juristischen Teil, wobei Letzteres lernbar ist. Hingegen braucht es für den mathematischen Teil schon eine gewisse Neigung. Daher die vielen Mathematiker und Physiker.

 

Bist Du direkt nach Deiner Tätigkeit als Lehrer zur PREVAS gestossen?

Nein, ich habe den Branchenwechsel bei der damaligen Winterthur begonnen, um dann zur Zurich zu wechseln. Dort habe ich die Ausbildung zum Experten abgeschlossen. Anschliessend arbeitete ich bei der Expertisa (Teil von AXA Winterthur), bevor ich im Januar 2012 zur PREVAS gewechselt habe.

 

Warum zur PREVAS AG?

Mir gefielen die Vielseitigkeit der Tätigkeit und die kurzen Wege innerhalb des KMU. Ich bereue den Schritt bis heute nicht. Der Expertenjob ist natürlich generell sehr abwechslungsreich. Wir behandeln juristische, mathematische und volkswirtschaftliche Themen. Und es geht schlussendlich immer um die Kombination Mensch und (Versicherungs-)Technik. Bei der PREVAS habe ich die nötigen Freiräume, diese Vielseitigkeit auszuleben. Mir gefällt auch die Philosophie der PREVAS, möglichst einfache, verständliche Lösungen den Kunden anzubieten. Im Schweizer Milizsystem sicher der richtige Weg. Unser Ziel ist es immer, dass der Miliz-Stiftungsrat die vorgeschlagenen Lösungen versteht und auch in der Lage ist, sie zu hinterfragen. Als PREVAS-Experte nehme ich an vielen Sitzungen des Stiftungsrats „meiner Pensionskassen“ teil, wodurch eine grosse Nähe zu den Kunden entsteht. 

 

Magst Du uns eine Anekdote aus einer Stiftungsrat-Sitzung erzählen?

Es heisst ja oft, die Arbeitnehmervertreter im paritätisch zusammengesetzten Stiftungsrat würden nur die Vorschläge des Arbeitgebers durchwinken. Im folgenden Fall sicher nicht! - Ich hatte im Vorfeld einer Stiftungsratssitzung mit dem Arbeitgeber eine Auslagerung der Altersrentner detailliert besprochen. Der Fall schien sonnenklar zu sein, und zwar zugunsten einer Auslagerung. Bis dann ein Arbeitnehmervertreter an der Sitzung souverän und spontan alle unsere Argumente zerpflückte, mit dem Resultat, dass die Rentner ohne weitere Diskussion und Abstimmung in der Stiftung verblieben…

 

Wie bildet sich ein PK-Experte eigentlich weiter?

Generell muss man die Entwicklungen im Markt aufmerksam verfolgen, dann aber auch fachlich à jour bleiben. Dazu bietet die Kammer der PK-Experten regelmässige Schulungen an, die durch Tagungen der Aufsichtsbehörden ergänzt werden. Jeder Experte muss pro Jahr eine vorgegebene Anzahl Credit-Points durch Teilnahme an Weiterbildungen erarbeiten, um seine Zulassung nicht zu verlieren. Es gibt aber nach der Abschlussprüfung zum Experten keine weiteren Prüfungen. Darum ist es in meinen Augen wichtig, dass man kompetente Arbeitskollegen hat und einen regelmässigen und kritischen Dialog führen kann.

 

Das gefühlte Klima in der beruflichen Vorsorge hat sich in den letzten Jahren verschlechtert. Spürst Du das auch bei Deinen Kunden?

Meine direkten Ansprechpartner sind in der Regel gut informiert und daher weniger empfänglich für Schlagwörter wie „Rentenklau“ oder „demografische Falle“. Die Versicherten hingegen melden sich öfter bei unseren Verwaltungsangestellten und machen sich Sorge um Ihre Rentenzusagen. Aber die Situation hat sich objektiv gesehen schon verschärft. Für uns heisst das: Zusatzaufgaben. Es gilt jetzt, den Gestaltungsspielraum zu diskutieren und auszunutzen. Wir halten öfter Referate an Stiftungsratssitzungen und führen mehr Reglementsänderungen durch. Da gleichzeitig die Komplexität in der 2. Säule zunimmt, geht uns Experten trotz abnehmender Anzahl Stiftungen die Arbeit wohl auch in den kommenden Jahren nicht aus! Auf der anderen Seite darf man auch nicht vergessen, dass viele unserer Kunden nach einigen guten Anlagejahren einen sehr guten Deckungsgrad aufweisen und gut gerüstet sind für eine allenfalls schwierige Zukunft.

 

Vielen Dank, René, für das Interview!

 

Gefällt Ihnen dieses Interview? – Dann lesen Sie hier auch unser Gespräch mit Frédéric Schmidt, Mitarbeiter in unserer Versicherten-Administration.