fr-Wie lese ich meinen Vorsorgeausweis richtig?

Neues Jahr, neuer Vorsorgeausweis. Wie lese ich ihn richtig? - Hier geht's zur Anleitung.



  1. Persönliche Angaben: Bitte prüfen Sie diese und melden Sie allfällige Korrekturen Ihrer Pensionskasse.
  2. Anrechenbarer Jahreslohn: In der Regel der AHV-Bruttolohn.
  3. Versicherter Jahreslohn: Dieser Lohn ist in Ihrer Pensionskasse versichert. Ermuss nicht dem AHV-Lohn entsprechen.
  4. Altersleistungen: Hier finden Sie die Beträge Ihrer Rente oder (wahlweise) Ihres Kapitals auf den Zeitpunkt Ihrer Pensionierung. Da vorab nicht bekannt ist, wie sich der Pensionskassenzins entwickelt, ist die Altersleistung mit und ohne Verzinsung angegeben.
  5. Todesfallleistungen: Es handelt sich um Leistungen, die Ihre Hinterlassenen beim Tod durch Krankheit vor Ihrer Pensionierung erhalten.
  6. Invaliditätsleistungen: Es handelt sich um Leistungen, die Sie im Invaliditätsfall durch Krankheit vor Ihrer Pensionierung erhalten. Hochrechnungen:In dieser Hochrechnung ist der zur Zeit in Ihrer Pensionskasse gültige Umwandlungssatz zur Berechnung Ihrer Rente aus Ihrem Kapital angegeben. Bitte beachten Sie, dass dieser vom sog. gesetzlichen Umwandlungssatz (derzeit 6.8%) abweichen kann. Ein tieferer Satz ist zulässig, wenn Ihre Pensionskasse insgesamt die gesetzlichen Mindestleistun-gen erfüllt.
  7. Alterskonto: Hier finden Sie den aktuellen StandIhres Alterskontos. Soviel haben Ihr Arbeitgeber und Sie bislang für Sie angespart. Berücksichtigt sind auchallfällige Einkäufe oder Vorbezüge. Der Zins wird jährlich vom Stiftungsrat festgelegt.
  8. Mitteilungen gemäss Freizügigkeitsgesetz: Der Freizügigkeitsanspruch entspricht Ihrem Gesamtguthaben bei Ihrer Pensionskasse. Er kommt bei einemStellenwechsel, bei Aufnahme einer Selbständigkeit oder bei Wegzug aus der Schweiz in Nicht-EU-Länder zur Auszahlung. Das Altersguthaben gemäss Art. 15 BVG beziffert den gesetzlichen Mindestsparbetrag, das sog. Obligatorium: Die Differenz zwischen dem Freizügigkeitsanspruch und dem Altersguthaben gemäss Art. 15 BVG entspricht dem sog. Überobligatorium.
  9. Beiträge im laufenden Jahr: In dieser Aufstellung erfahren Sie die genauen Beiträge, die Ihrem Sparkonto gutgeschrieben werden und die Beiträge für die Deckung der Risiken Tod und Invaliditätinkl. Verwaltungskosten.
  10. Angaben zur Wohneigentumgsförderung: Diese Rubrik beziffert Ihre Ansprüche auf einen Vorbezug Ihres Sparguthabens für ein eigenes Haus oder Wohnung (Stand Jahresbeginn). Sehen Sie in Art. 1 und 2 WEFVnach, welche Objekte Sie mit diesem Vorbezug finanzieren dürfen. Wenn Sie bereits einen Vorbezug oder eine Verpfändung getätigt haben, ersehen Sie dies hier ebenfalls.
  11. Einkauf: Diesen Betrag können Sie maximal noch in Ihre 2. Säule einkaufen. Durcheinen Einkauf erhöht sich Ihr Altersrenten-oder Kapitalanspruch bei Pensionierung. Zudem können Sie den einbezahlten Betrag von der Einkommenssteuer abziehen. Achtung: Einkäufe in den letzten drei Jahren vor der Pensionierung könnengewissen Restriktionenunterliegen. Bitte beachten Sie auch, dass zuerst ein allfällig bereits getätigter Vorbezug für die Wohneigentumsförderung zurückbezahlt werden muss, bevor Sie Einkäufe tätigen.
  12. Reglementsvorbehalt: Der Vorsorgeausweis hat nur informativen Charakter. Verbindlich ist immer nur das Reglement Ihrer Vorsorgeeinrichtung. Prüfen Sie die Angaben im Ausweis aber dennoch und melden Sie Unstimmigkeiten denVerantwortlichen IhrerVorsorgeeinrichtung.