Kontrollpyramide in Gefahr

Die seit mehreren Jahren andauernde Verdichtung des Regelwerkes in der beruflichen Vorsorge veranlasst auch die Akteure der Kontrollpyramide zur Selbstreflexion, leider meist mit einer negativen Auswirkung auf die Vorsorgeeinrichtungen: Wir stellen einerseits ein Schwarz-Peter-Spiel zwischen Aufsichtsbehörden, Experten für berufliche Vorsorge und Revisionsgesellschaften zu Lasten der Stiftungsräte fest, nach dem Motto, alle Verantwortung beim Stiftungsrat, aber nicht bei uns. Andererseits, aber unter dem gleichen Motto laufend, kratzen insbesondere die Aufsichtsbehörden vermehrt an der Autonomie der Stiftungsräte.

Wir laufen grosse Gefahr, dass schlussendlich die Stiftungsräte die ganze Verantwortung tragen und gleichzeitig über keinerlei Handlungsspielraum mehr verfügen. Also "alle Macht bei uns" und "alle Stolpersteine beim Stiftungsrat".