Vermögens-                          verwaltungskosten


Kosten vs. Rendite

Kosten müssen immer im Zusammenhang mit der Rendite betrachtet werden! "Billige" Mandate sind netto betrachtet teure Mandate, wenn die Nettorendite unterdurchschnittlich ausfällt. Spezialisierte, aktive Vermögensverwalter verlangen oft überdurchschnittliche Gebühren. Wenn sie eine überdurchschnittliche Rendite erzielen, sind sie ihr Geld jedoch wert.


Ausweis der Vermögensverwaltungskosten im BVG

Seit der Umsetzung der Strukturreform Berufliche Vorsorge müssen sowohl die direkten Kosten (d.h. als Rechnung verbucht) als auch die indirekten Kosten (werden direkt innerhalb des Fonds/Anlagestiftung abgezogen) ausgewiesen werden.


Was ist der «TER» ?

TER steht für «Total Expense Ratio» und ist eine international verwendete Kennzahl für die Höhe der Vermögensverwaltungskosten in kollektiven Anlageprodukten. Sie wird nachträglich aufgrund der effektiv angefallenen Kosten (Betriebsaufwand) berechnet und umfasst folgende Kostenelemente:

  • Vermögensverwaltungsgebühr
  • Depotgebühren für Aufbewahrung und Abwicklung innerhalb des Fonds
  • Fondsleitung und Administration
  • Vertriebskosten
  • Kosten für Reporting, Aufsicht, Zulassung und Revision
  • Performanceabhängige Gebühren

Nicht enthalten sind:

  • Transaktionskosten (Courtagen, Kommission, Spreads, etc. innerhalb des Fonds)
  • Transaktionssteuern (Stempelsteuer und Quellensteuer innerhalb des Fonds)
  • zusätzliche Kosten wie Anlagecontrolling, Strategieberatung, etc.

Gemäss einer BSV-Kostenstudie deckt die TER knapp 75% der insgesamt anfallenden Kosten ab.


Handlungsoptionen zur Senkung der Vermögensveraltungskosten

  • Anlagevolumen erhöhen
  • Indexierte Anlagen sind häufig günstiger
  • Anlageorganisation: Fund of Fund-Strukturen auf Effizienz prüfen
  • Steuereffiziente Umsetzung
  • Evtl. alternative Anlagen reduzieren, da kostenintensiv

Gut zu wissen

Die Kosten der Vermögensverwaltung sind in vielen Fällen intransparent und unübersichtlich dargestellt. Sie setzen sich grundsätzlich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:

  • Management Fee: Gebühr für die eigentliche Tätigkeit des Vermögensverwalters. Häufig wird eine gestaffelte Gebühr in Abhängigkeit des verwalteten Vermögens vereinbart, gelegentlich auch eine Performance-abhängige Gebühr.
  • Depotgebühren innerhalb kollektiver Vehikel: Für die Verwahrung der Vermögenswerte innerhalb des Fonds/Sondervermögens werden dem Fonds/Sondervermögen Depotbankgebühren verrechnet.
  • Gebühren für die Fondsleitung in kollektiven Vehikeln: Gebühren für die gesetzlich notwendige Fondsleitung sowie Revision, Börsenzulassung, Marketing etc.
  • Transaktionskosten: Für getätigte Transaktionen fallen Courtagen, Stempelsteuer und Liefergebühren der Depotbank an.
  • Depotgebühren: Zusätzlich berechnet die Depotbank des Vorsorgewerks Gebühren für die Führung des Kundendepots (Verwahrung und allfällige weitere Dienstleistungen).